Verschmelzung beabsichtigt – Aus der Emsländischen Volksbank eG und der Volksbank Lingen eG soll die größte Genossenschaftsbank in Weser-Ems entstehen

Die Vorstände und Aufsichtsräte beider Banken haben in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig eine Absichtserklärung zur Verschmelzung der beiden Genossenschaften beschlossen. Das Votum der Mitglieder soll in den Vertreterversammlungen im Jahr 2021 eingeholt werden.

Beide Institute weisen eine langjährige Tradition auf und sind in der Region sowohl als verlässlicher Finanzpartner ihrer Mitglieder und Kunden als auch als Arbeitgeber fest verankert. Dies soll sich auch nicht ändern; ganz im Gegenteil: Durch die Fusion der beiden Häuser sollen Stärken gestärkt und Synergien genutzt werden, um als größte Genossenschaftsbank in einer starken Region die Entwicklung des heimischen Wirtschaftsraums noch besser unterstützen zu können. "Durch steigende Kreditgrenzen lässt die neue Bankengröße es beispielsweise zu, die Versorgung der regionalen Wirtschaft mit Krediten noch weiter auszubauen.", so Jürgen Hölscher, Vorstand der Volksbank Lingen eG. "Auch den Herausforderungen der Regulatorik und Digitalisierung kann sich ein gemeinsames Institut wesentlich besser widmen; so werden Doppelarbeiten vermieden."

Klaus Krömer, Vorstand der Emsländischen Volksbank eG erläutert: "Unsere langjährige Kooperation und gemeinsame Projekte haben gezeigt, dass wir gut harmonieren. Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen sich bereits und tauschen sich schon heute aus. Darauf bauen wir auf."

Beide Institute werden als gleichwertige Partner in die Fusion gehen. Das zeigt sich auch dadurch, dass der Name der Emsländischen Volksbank eG für das Gesamtinstitut erhalten bleibt, während der Sitz der Genossenschaft in Lingen sein wird. Die neue Emsländische Volksbank eG wird eine Bilanzsumme von etwa 2,7 Milliarden Euro aufweisen, von rund 44 000 Mitgliedern und gut 400 Mitarbeitern getragen und von drei Vorständen geführt. Das sind Jürgen Hölscher, Klaus Krömer und Carsten Schmees. Frank Thiel wird zum Zeitpunkt der Verschmelzung in den Ruhestand gehen. Der neue Aufsichtsratsvorsitzende soll – so der Plan – aus dem Hause der heutigen Emsländischen Volksbank eG kommen.

"Mit Blick auf die Entwicklung in der Bankenbranche sind wir der Meinung, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, diesen Schritt zu gehen", so Carsten Schmees. "Wir agieren aus einer Position der Stärke, statt irgendwann womöglich reagieren zu müssen. Die neue Unternehmensgröße ermöglicht weitere Effizienzsteigerungen und verbessert die künftige Wettbewerbsfähigkeit."

Frank Thiel ergänzt: "Dieser Schritt, davon sind wir überzeugt, stärkt nicht nur unsere Genossenschaftsbank, sondern leistet auch einen Beitrag zur Stärkung der gesamten Wirtschaftsregion."

  Lingen Meppen Gesamt
  31.12.2019
T€/Anzahl
31.12.2019
T€/Anzahl

T€/Anzahl
Bilanzsumme 1.112.207 1.621.603
2.733.810
Kundenwertvolumen 2.370.020 2.933.560
5.303.580
 
Forderungen an Kunden 837.437 1.222.284
2.059.721
Einlagen von Kunden 763.389 1.030.530 1.793.919
 
Anzahl Kunden 43.506 54.994 98.500
Anzahl der Mitglieder 20.484 23.978 44.462
 
Beschäftigte insgesamt 179 248 427
 
Filialen (davon SB) 15 16(3) 31(3)