Dividende für das Geschäftsjahr 2019

In unserer Vertreterversammlung am 6. Oktober 2020 wurde die Ausschüttung einer Dividende von 4 % auf das eingezahlte Guthaben beschlossen.

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Presse-Info

Vertreterversammlung Volksbank Lingen eG am 06.10.2020

Gemeinsam für die Region: Volksbanken planen Fusion

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 ermöglicht Dividendenzahlung von 4 %

Lingen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind für Genossenschaftsbanken zwar bestimmte rechtliche Veränderungen und Erleichterungen beschlossen worden, die Pflicht zur Durchführung einer Vertreterversammlung besteht jedoch weiterhin. Daher hat die Volksbank Lingen eG ihre ursprünglich für den 6. Juni geplante Veranstaltung jetzt unter Einhaltung der empfohlenen Corona-Schutzmaßnahmen nachgeholt.

Vorstand Jürgen Hölscher betonte, dass man gerade dieses Jahr eine Vertreterversammlung als Präsenzveranstaltung für besonders wichtig halte, um das geplante Fusionsvorhaben persönlich vorzustellen und auf Fragen dazu eingehen zu können. Er berichtete von einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2019, wies aber darauf hin, dass die seit Jahren anhaltende Null- bzw. Negativzinspolitik und die zunehmende Regulatorik die Banken vor immer größere Herausforderungen stelle.

Wachstum in Zahlen
Die Bilanzsumme der Volksbank Lingen eG beläuft sich auf 1,1 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 4,9 Prozent. Das betreute Kundenwertvolumen bei der Bank wuchs um 7,2 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. In allen Kundensegmenten waren Wachstumsraten zu verzeichnen. Das Wertpapier- und Fondsgeschäft entwickelte sich sehr positiv und allein das Volumen bei privaten Wohnungsbaufinanzierungen umfasste 2019 rund 45 Millionen Euro.

Auf den aktuellen Erfolgen dürfe man sich aber keinesfalls ausruhen, so Hölscher. Für die Zukunft befürchtet er eine große Insolvenzwelle und damit verbunden auch Kreditausfälle bei der Bank.

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 ermöglicht Dividendenzahlung

Ursprünglich hatte die Europäische Zentralbank aufgrund der Auswirkungen der Pandemie alle Banken aufgefordert, bis zum Jahresbeginn 2021 von der Ausschüttung der Dividenden abzusehen. Doch vor Kurzem hat die deutsche Finanzaufsicht Bafin ihren strikten Kurs für kleineren Banken und Sparkassen gelockert. Diese Geldhäuser dürfen ausschütten, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen. „Es ist gut, dass die Bafin bei der Frage der Ausschüttungen eine Differenzierung vorgenommen hat“, betonte Hölscher. Die Vertreterversammlung beschloss, dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand zu folgen und eine Dividende von 4 % an die Mitglieder auszuschütten.

Satzungsänderungen und Wahlen zum Aufsichtsrat

Um die Rechtssicherheit der Satzung der Volksbank zu gewährleisten und die Handlungsfähigkeit der Vertreterversammlung auch in Krisenzeiten zu gewährleisten, empfahlen Vorstand und Aufsichtsrat der Versammlung, Änderungen an Satzung und Wahlordnung vorzunehmen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Mitglieder beschlossen unter anderem eine Änderung der Wahlordnung: In Ausnahmefällen sind Vertreterversammlungen künftig auch virtuell möglich. Außerdem wurde für eine Reduzierung der Vertreterzahl zur Vorbereitung der beabsichtigten Fusion gestimmt. Ein Vertreter vertritt künftig 100 Mitglieder. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat standen die Ratsmitglieder Christine Wöste aus Dalum, Hermann Kuhlmann aus Brögbern und Bernhard Tieke aus Langen satzungsgemäß zur Wiederwahl an und wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Dank an Clemens Topper

Der Aufsichtsratvorsitzende Alfons Veer richtete einen herzlichen Dank an Clemens Topper aus Gersten, der nach über 30-jähriger Tätigkeit im Aufsichtsrat altersbedingt ausscheidet. Clemens Topper gehörte seit 1990 dem Aufsichtsrat der ehemaligen Volksbank Langen-Gersten eG an und begleitete in dieser Funktion die Fusion mit der Volksbank Lingen eG im Jahr 2014. In sechs Jahren gemeinsamer Zusammenarbeit im Aufsichtsrat der Volksbank Lingen eG habe Veer ihn als engagierten, zukunftsorientierten und mit der Region sehr verbundenen Aufsichtsratskollegen kennengelernt.

Pressestimmen zur Fusion

Meppen und Lingen bleiben auch nach Fusion Hauptstandorte

2021 neue "Emsländische Volksbank"?

Lingener Tagespost
Artikel vom 17.10.2020
von Thomas Pertz

Lingen. Sicher ist: Die Vorstände und Aufsichtsräte der Volksbank Lingen und der Emsländischen Volksbank in Meppen wollen fusionieren. Sicher ist aber auch, dass es noch viel Redebedarf gibt, wie vor allem die Vertreterversammlung der Emsländischen Volksbank in Meppen gezeigt hat.

Dort sorgt insbesondere das Votum der Aufsichtsräte und Vorstände für Lingen als formalen Sitz der neuen Emsländischen Volksbank für Unmut. Wir fassen hier die wichtigsten Punkte zusammen, um die es bei der geplanten Fusion im Jahr 2021 geht.

Juristisch übernehmende Genossenschaft: Die neue Emsländische Volksbank hat ihren juristischen Sitz in Lingen. Die beiden Hauptstandorte sind Meppen und Lingen. Die Begründung dafür liegt in der Grunderwerbssteuer, die auch bei einer Verschmelzung fällig wird. Da die Volksbank Lingen über mehr Immobilienbesitz verfügt, ist es vorteilhafter, wenn sie übernehmende Genossenschaft wird (also juristisch weiterbesteht, während die Emsländische Volksbank Meppen eG mit Verschmelzung juristisch erlischt). Der Vorteil beläuft sich nach Informationen der Redaktion auf rund 200.000 Euro.

Sitz der Genossenschaft: Dass Lingen Sitz der Genossenschaft werden soll, ist Bestandteil des Verhandlungsergebnisses zwischen beiden Banken. Von der Emsländischen Volksbank bleibt der Name, von Lingen bleibt der Sitz. Die Lingener Volksbank stellt zwei Vorstände, die Emsländische Volksbank stellt einen Vorstand und den ersten Aufsichtsratsvorsitzenden. Lingen wird genossenschafts- und gesellschaftsrechtlich übernehmende Genossenschaft wegen der Vorteile bei der Grunderwerbssteuer, Meppen wird arbeitsrechtlich übernehmende Gesellschaft. Der Grund liegt in der höheren Anzahl der Beschäftigten dort.

Die Standorte: Der Standort Emsstraße Meppen bleibt ein großer und wichtiger Standort. In Lingen in der Lookenstraße ist das Gebäude heute bereits voll belegt. Dort gibt es keine freien Kapazitäten für zusätzliche Mitarbeiter. Deshalb werden die Kapazitäten in der Emsstraße in Meppen auch dauerhaft benötigt. Das Gebäude wird weiter vollständig ausgelastet sein.

Es kann aber nach Informationen der Redaktion zu Verlegungen von Arbeitsplätzen kommen, da die internen Abteilungen künftig zentral an einem Standort gebündelt werden sollen - teilweise in Lingen, teilweise in Meppen. Dies soll, so war zu erfahren, jeweils für eine Abteilung zusammenhängend und vollständig an einem Standort gelten. Welche Abteilungen und welche Beschäftigten wie davon betroffen sein werden, steht noch nicht fest. Fest
steht aber, dass die dann zuständigen Führungskräfte (Bereichsleiter und Prokuristen) auch bei ihrer jeweiligen Abteilung vor Ort ihren Arbeitsplatz haben werden.

Die Mitglieder und Kunden: Für sie ist es vor allem wichtig, dass ihre Ansprechpartner vor Ort bleiben. Das bleibt auch so. Fusionsbedingt sind keine Filialschließungen vorgesehen.

Die Vorstände: Sie haben ihr Büro in Lingen, sitzen "Tür an Tür", was die Entscheidungswege verkürzt.

Vertreterversammlung in Lingen: Die Vertreterversammlung der Volksbank in Lingen hat beschlossen, dass für ein ausgewogenes Verhältnis künftig nur ein ein Vertreter pro 100 Mitglieder "zuständig" ist . Bislang war es 1:50. Das heißt, sie hat sich selber um die Hälfte reduziert, um auch dort ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden Banken zu erzielen. Das Votum fiel einstimmig aus, was als starkes Signal für die Fusion verstanden wurde.

Die Grafschaft: Die Volksbank Lingen hat zwei Filialen in der Grafschaft Bentheim, nämlich in Lohne und Wietmarschen. Beide sind wichtige Filialstandorte der Bank, mit einer sehr guten Entwicklung in der dynamischen Gemeinde. Die "Grafschafter" müssen emotional bereits akzeptieren, dass sie demnächst nicht mehr bei der Volksbank Lingen sind, sondern bei der Emsländischen Volksbank. Wenn deren Sitz nun auch noch Meppen wäre, wäre das dort dem Vernehmen nach sehr schwer zu vermitteln.


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