Dividende für das Geschäftsjahr 2020

In unserer Vertreterversammlung am 14. Juli 2021 wurde die Ausschüttung einer Dividende von 4 % auf das eingezahlte Guthaben beschlossen.

Wenn Sie Mitglied unserer Bank sind, wird Ihnen die Dividende auf Ihrem gewünschten Konto gutgeschrieben.

Als Mitglied Ihrer Volksbank Lingen eG sind Sie uns Gold wert. Mit der goldenen girocard nehmen Sie automatisch am bundesweiten Vorteilsprogramm MeinPlus der Volksbanken Raiffeisenbanken teil. Sie erhalten attraktive Vorteile und besondere Rabatte bei unseren Partnern in der Region, bundesweit und online.

Sie sind noch kein Mitglied der Volksbank Lingen eG? Sprechen Sie uns an.

Ihre Volksbank Lingen eG

Presse-Info

Vertreterversammlung Volksbank Lingen eG am 14.07.2021

Abstimmung über Fusion schon im September
Erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 ermöglicht Dividendenzahlung von 4 %

Lingen, 14.07.2021

 

Die neue Aufsichtsratsvorsitzende Christine Wöste (links) dankte ihrem Vorgänger Alfons Veer (rechts) für seinen langjährigen engagierten Einsatz im Aufsichtsrat der Volksbank Lingen eG. Seine Frau Marianne (Mitte) hat ihm dafür jederzeit "den Rücken freigehalten". Im Hintergrund die Volksbankvorstände Carsten Schmees (links) und Jürgen Hölscher (rechts). Foto: Thomas Pertz

Vorstand und Aufsichtsrat konnten anlässlich der diesjährigen Vertreterversammlung ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 präsentieren. Die Highlights:

  • Bilanzsumme gestiegen auf 1,2 Milliarden Euro
  • Kundenwertvolumen von 2,5 Mrd. Euro überschritten
  • vier Prozent Dividende für Mitglieder
  • Christine Wöste neue Aufsichtsratsvorsitzende
  • Abstimmung über Fusion schon im September

Die Vertreterversammlung der Volksbank Lingen eG fand dieses Jahr aufgrund der COVID-19-Pandemie erneut unter Beachtung der gültigen Vorsichtsmaßnahmen statt. Die gewählten Vertreter der 20694 Mitglieder waren eingeladen, ihr Stimmrecht vor Ort auszuüben und Fragen an den Vorstand und den Aufsichtsrat zu richten.

Stabiles Jahresergebnis

Vorstand Jürgen Hölscher berichtete den Vertretern über das Geschäftsjahr 2020: "Die gute Botschaft ist - wir haben trotz Corona ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 hinter uns. Wir konnten den verschiedenen Herausforderungen erfolgreich trotzen und uns in allen relevanten Kennzahlen weiter verbessern."

So stieg das Kreditvolumen um 53 Mio. € (+6,8 Prozent). Über alle Formen der Geldanlagen hinweg sind der Bank im vergangenen Jahr 125 Mio. Euro neue Mittel von ihren Mitgliedern und Kunden anvertraut worden. Das gesamte Kundenwertvolumen liegt damit über 2,5 Mrd. Euro (+5,2 Prozent).

Der Zinsüberschuss blieb marktbedingt weiterhin unter Druck. Bei einem leicht steigenden Provisionsergebnis und reduzierten allgemeinen Verwaltungsaufwendungen konnte die Ertragslage knapp unterhalb des sehr guten Vorjahres gehalten werden. Hölscher kommentiert dazu: "Der Strategiemix aus Wachstum und Effizienzsteigerungen hat rückblickend betrachtet funktioniert – stößt aber an Grenzen."

Die Bilanzsumme stieg auf 1,22 Mrd. Euro (+9,8 Prozent). Hölscher fasst zusammen: "Die Rahmenbedingungen für Banken bleiben sehr anspruchsvoll. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Zinssituation in absehbarer Zeit ändert. Hinzu kommt die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Unsere Aufgabe sehen wir darin, an der Seite unserer Kunden zu stehen. Mit optimaler Beratung und verbindlichen Entscheidungen können unsere Mitglieder und Kunden auf ihre Volksbank vertrauen."

Coronahilfen

Vorstand Carsten Schmees führte den Bericht des Vorstandes fort. Zunächst dankte er allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement, ihre große Flexibilität und ihre Disziplin in diesem außergewöhnlich herausforderndem Jahr 2020: "Organisatorische Maßnahmen zum Coronaschutz in Verbindung mit dem persönlichen Einsatz eines jeden Einzelnen haben die Bank als Gesamtbetrieb voll handlungsfähig gehalten. Durch das gute Miteinander und die hohe Verlässlichkeit untereinander konnten wir unsere Mitglieder und Kunden, die in der Pandemie von den behördlichen Lockdowns wirtschaftlich betroffen waren, jederzeit bei der Beantragung und Abwicklung der umfangreichen staatlichen Hilfen und Unterstützungsprogramme beraten und unterstützen."

Von insgesamt 73 Kunden wurden Anträge auf Ratenaussetzung entgegengenommen. Es waren 183 Darlehenskonten mit einem Gesamtvolumen von ca. 30 Mio. € betroffen und ein Ratenvolumen von ca. 915 T€ wurde zeitweilig ausgesetzt. Ein Großteil davon im gewerblichen Kreditsegment, die Nutzung durch Privatkunden war sehr gering.

Die staatlichen Unterstützungen und auch die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht seien hilfreich gewesen, erklärte Schmees. "Die mittelständisch geprägte Wirtschaft im Emsland mit ihrer großen branchenmäßigen Diversifikation ist gut aufgestellt und hatte vor Corona zehn wirtschaftlich hervorragende Jahre, die genutzt wurden, die betriebliche Substanz und das Eigenkapital zu stärken. Trotzdem sind einige unserer Mitglieder und Kunden stark betroffen und man muss davon ausgehen, dass das latente Kreditrisiko in unserem Kreditportfolio zunimmt, insbesondere wenn die aufgenommenen Corona-Kredite zurückgezahlt werden müssen.

Nachhaltigkeit im Finanzsektor

Aber auch Fragen der Nachhaltigkeit werden für Mitglieder und Kunden der Bank immer wichtiger. Es gibt einen Aktionsplan der EU mit drei Kernzielen:

1. Mehr Kapital in nachhaltige Investitionen lenken.

2. Risiken durch Klimawandel und soziale Risiken im Risikomanagement berücksichtigen, um das Finanzsystem zu stärken.

3. Transparenz und Langfristorientierung des Finanzsektors erhöhen.

 

Die Überführung dieses Planes in die EU-Gesetzgebung ist bereits in vollem Gange. Dadurch wird eine umfassende Regulierung auf den Banken- und Finanzsektor und damit mittelbar auch auf Mitglieder, Kunden und Unternehmen zukommen. Diese müssen sich mit der Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien auseinandersetzen, denn Geschäftsmodelle von Unternehmenskunden und Landwirten sind künftig im Rahmen der Kreditvergabe auf nachhaltige Aspekte zu prüfen. Schmees dazu: "Unser Haus begrüßt grundsätzlich, dass Nachhaltigkeitsaspekte in der Unternehmensführung Einzug halten. Wir plädieren jedoch für eine Regulierung mit Augenmaß."

Nachhaltige Anlagen werden schon jetzt im Anlageberatungsprozess der Volksbank Lingen berücksichtigt. Dass das sinnvoll ist, zeigt auch eine Untersuchung der Union Investment: fast 71 % aller Investoren sagen, dass sich die Rendite nachhaltiger Anlageportfolios besser bzw. ähnlich entwickelt als konventionelle Anlagen. "Mehr als jeder zweite Euro des Anlagebedarfs unserer Kunden geht heute schon bei der Volksbank Lingen eG in nachhaltige Geldanlagen", so Schmees.

Dividende in Höhe von vier Prozent

Aufsichtsratsvorsitzender Alfons Veer attestierte dem Vorstand: "Ihr habt auch in 2020 wieder sehr solide gewirtschaftet. Die Volksbank Lingen eG ist sehr gut aufgestellt und auf Kurs." Die Genossenschaftsbank konnte nach Abzug von Steuern einen Jahresgewinn von 2,95 Mio. Euro ausweisen. Aufgrund der ordentlichen Geschäftsentwicklung empfahlen Aufsichtsrat und Vorstand des Kreditinstitutes die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von vier Prozent für die Mitglieder. Die Vertreterversammlung folgte diesem Vorschlag mit einstimmigem Votum.

Aufsichtsrat: Alfons Veer wird abgelöst von Christine Wöste

Zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat stellten sich die Aufsichtsratsmitglieder Maria-Anna Lau und Konrad Brunsing-Manemann. Beide wurden von den Vertretern für eine weitere Amtsperiode in das Gremium berufen.

Altersbedingt scheidet Alfons Veer aus dem Gremium aus. Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Christine Wöste dankte ihm für 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Aufsichtsrat, dem er seit 2012 als Vorsitzender vorstand. In dieser Position begleitete er die Volksbank Lingen eG auf ihrem Weg zur "Milliardenbank".

Viele zukunftsweisende Veränderungen in der Bank wurden von ihm maßgeblich mit gesteuert. So zuletzt die angestrebte Verschmelzung mit der Emsländischen Volksbank eG.

Wöste weiter: "Du bist Genossenschaftler durch und durch. Die genossenschaftliche Idee ‚Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele‘ hat Dich durch einige Stationen Deiner beruflichen Laufbahn begleitet. Ich möchte Dir im Namen des Aufsichtsrates und des Vorstandes der Volksbank Lingen eG danken, dass dieses genossenschaftliche Herz in den letzten 15 Jahren auch für die Volksbank Lingen eG geschlagen hat."

Die Ehrung durch den Genossenschaftsverband Weser-Ems wurde von Axel Schwengels mit der Verleihung der Ehrennadel in Gold vorgenommen. Für seine 25-jährige ehrenamtliche Aufsichtsratstätigkeit erhielt Bernhard Tieke die Ehrennadel in Silber. Er übte sein Amt zunächst bei der Volksbank Langen-Gersten eG und seit der Fusion bei der Volksbank Lingen eG aus. Für dieses Engagement wurde ihm im Namen des Verbandes, des Aufsichtsrates und des Vorstandes der Volksbank Lingen eG herzlich gedankt.

In der sich anschließenden konstituierenden Sitzung wurde Christine Wöste (42) aus Dalum als Vorsitzende des Aufsichtsrates neu gewählt.

Fusion angestrebt: Mit vereinten Kräften in die Zukunft

Bereits auf der Vertreterversammlung im letzten Jahr wurde umfangreich das Verschmelzungsvorhaben der Volksbank Lingen mit der Emsländischen Volksbank in Meppen informiert. Bei einem positiven Votum beider Vertreterversammlungen sowohl in Meppen als auch in Lingen würde ein starkes regionales Kreditinstitut mit einer Bilanzsumme von rd. 3 Mrd. €, 450 Mitarbeitern, 44000 Mitgliedern und über 100000 Kunden entstehen. Schmees betont: "Die Geschäftsgebiete beider Häuser in einem attraktiven Markt ergänzen sich ideal und die regionale Nähe zum Kunden als strategischer Grundpfeiler bleibt erhalten."

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie mussten die Vorstände und Aufsichtsräte beider Häuser im Dezember letzten Jahres jedoch entscheiden, das Fusionsvorhaben um einige Monate zu verschieben. Darüber hinaus war im Zuge der Vorbereitungen zur Verschmelzung aufgefallen, dass sich in der praktischen Umsetzung des neuen Wahlverfahrens bei der Emsländischen Volksbank eG in Meppen zur Vertreterwahl 2019 formale Fehler eingeschlichen haben. Daher war eine Neuwahl der Vertreterversammlung in Meppen notwendig, die mittlerweile erfolgt ist.

Nun soll auf der ordentlichen Vertreterversammlung der EVB in Meppen am 14. September über das Verschmelzungsvorhaben beschlossen werden. Eine Woche später wird dann in Lingen eine außerordentliche Vertreterversammlung mit dem einzigen Tagesordnungspunkt "Beschlussfassungen zum Verschmelzungsvorhaben" stattfinden. Die Verschmelzung ist dann rückwirkend zum 1. Januar 2021 vorgesehen.

Schmees appellierte an die Vertreter, das Vorhaben zu unterstützen und den Nutzen der Fusion in ihrem Umfeld zu kommunizieren.

Antworten zu häufig gestellten Fragen zu dem Fusionsvorhaben, über das die Vertreter beider Banken im kommenden Jahr zu entscheiden haben, sind auf einer eigens dafür angelegten Homepage unter www.elvb.de zu finden.

 

 

Volksbank Lingen eG
Anne Katrin Tholen
Telefon:   0591 9135-9180
E-Mail:     anne.tholen@volksbank-lingen.de

Pressestimmen zur Fusion

Meppen und Lingen bleiben auch nach Fusion Hauptstandorte

2021 neue "Emsländische Volksbank"?

Lingener Tagespost
Artikel vom 17.10.2020
von Thomas Pertz

Lingen. Sicher ist: Die Vorstände und Aufsichtsräte der Volksbank Lingen und der Emsländischen Volksbank in Meppen wollen fusionieren. Sicher ist aber auch, dass es noch viel Redebedarf gibt, wie vor allem die Vertreterversammlung der Emsländischen Volksbank in Meppen gezeigt hat.

Dort sorgt insbesondere das Votum der Aufsichtsräte und Vorstände für Lingen als formalen Sitz der neuen Emsländischen Volksbank für Unmut. Wir fassen hier die wichtigsten Punkte zusammen, um die es bei der geplanten Fusion im Jahr 2021 geht.

Juristisch übernehmende Genossenschaft: Die neue Emsländische Volksbank hat ihren juristischen Sitz in Lingen. Die beiden Hauptstandorte sind Meppen und Lingen. Die Begründung dafür liegt in der Grunderwerbssteuer, die auch bei einer Verschmelzung fällig wird. Da die Volksbank Lingen über mehr Immobilienbesitz verfügt, ist es vorteilhafter, wenn sie übernehmende Genossenschaft wird (also juristisch weiterbesteht, während die Emsländische Volksbank Meppen eG mit Verschmelzung juristisch erlischt). Der Vorteil beläuft sich nach Informationen der Redaktion auf rund 200.000 Euro.

Sitz der Genossenschaft: Dass Lingen Sitz der Genossenschaft werden soll, ist Bestandteil des Verhandlungsergebnisses zwischen beiden Banken. Von der Emsländischen Volksbank bleibt der Name, von Lingen bleibt der Sitz. Die Lingener Volksbank stellt zwei Vorstände, die Emsländische Volksbank stellt einen Vorstand und den ersten Aufsichtsratsvorsitzenden. Lingen wird genossenschafts- und gesellschaftsrechtlich übernehmende Genossenschaft wegen der Vorteile bei der Grunderwerbssteuer, Meppen wird arbeitsrechtlich übernehmende Gesellschaft. Der Grund liegt in der höheren Anzahl der Beschäftigten dort.

Die Standorte: Der Standort Emsstraße Meppen bleibt ein großer und wichtiger Standort. In Lingen in der Lookenstraße ist das Gebäude heute bereits voll belegt. Dort gibt es keine freien Kapazitäten für zusätzliche Mitarbeiter. Deshalb werden die Kapazitäten in der Emsstraße in Meppen auch dauerhaft benötigt. Das Gebäude wird weiter vollständig ausgelastet sein.

Es kann aber nach Informationen der Redaktion zu Verlegungen von Arbeitsplätzen kommen, da die internen Abteilungen künftig zentral an einem Standort gebündelt werden sollen - teilweise in Lingen, teilweise in Meppen. Dies soll, so war zu erfahren, jeweils für eine Abteilung zusammenhängend und vollständig an einem Standort gelten. Welche Abteilungen und welche Beschäftigten wie davon betroffen sein werden, steht noch nicht fest. Fest
steht aber, dass die dann zuständigen Führungskräfte (Bereichsleiter und Prokuristen) auch bei ihrer jeweiligen Abteilung vor Ort ihren Arbeitsplatz haben werden.

Die Mitglieder und Kunden: Für sie ist es vor allem wichtig, dass ihre Ansprechpartner vor Ort bleiben. Das bleibt auch so. Fusionsbedingt sind keine Filialschließungen vorgesehen.

Die Vorstände: Sie haben ihr Büro in Lingen, sitzen "Tür an Tür", was die Entscheidungswege verkürzt.

Vertreterversammlung in Lingen: Die Vertreterversammlung der Volksbank in Lingen hat beschlossen, dass für ein ausgewogenes Verhältnis künftig nur ein ein Vertreter pro 100 Mitglieder "zuständig" ist . Bislang war es 1:50. Das heißt, sie hat sich selber um die Hälfte reduziert, um auch dort ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden Banken zu erzielen. Das Votum fiel einstimmig aus, was als starkes Signal für die Fusion verstanden wurde.

Die Grafschaft: Die Volksbank Lingen hat zwei Filialen in der Grafschaft Bentheim, nämlich in Lohne und Wietmarschen. Beide sind wichtige Filialstandorte der Bank, mit einer sehr guten Entwicklung in der dynamischen Gemeinde. Die "Grafschafter" müssen emotional bereits akzeptieren, dass sie demnächst nicht mehr bei der Volksbank Lingen sind, sondern bei der Emsländischen Volksbank. Wenn deren Sitz nun auch noch Meppen wäre, wäre das dort dem Vernehmen nach sehr schwer zu vermitteln.


Copyright by Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG, Breiter Gang 10-16 49074 Osnabrück

Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung.