260 Chancen zur Nachverdichtung in Lingen

Ausstellung in Volksbank

von Corinna Richter

Ausgabe: Lingener Tagespost
Veröffentlicht am: 14.02.2017

Stadtbaurat Lothar Schreinemacher (links) betonte bei der Eröffnung der Ausstellung "Auf den zweiten Blick" in der Volksbank Lingen, dass es in der Stadt Nachverdichtungspotenziale gebe. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Bei der Eröffnung der Ausstellung "Auf den zweiten Blick" im Foyer der Lingener Volksbank im Lookentor hat sich der Lingener Stadtbaurat Lothar Schreinemacher zur Bauentwicklung in Lingen geäußert.

"Entwicklungen von innenstädtischen Flächen, die auf den ersten Blick problematisch erscheinen, gewinnen auch in Lingen zunehmend an Bedeutung", sagte Schreinemacher bei der Eröffnung der Ausstellung "Auf den zweiten Blick". Die Ausstellung ist im Foyer der Lingener Volksbank bis zum 4. März 2017 zu sehen. Konzipiert wurde sie für private Bauherren von der Architektenkammer Niedersachsen. "Die ausgestellten Objekte zeigen, dass aus vermeintlich unmöglichen Bausituationen auf schwer bebaubaren Grundstücken individuelle Lösungen mit einzigartigem Charme und besonderer Qualität entstehen können", erklärte Axel Mutert, Obmann der Architektenkammer Niedersachsen für die Region Weser-Ems-Süd. "Die sieben Ausstellungsobjekte wurden von einer Jury im Herbst 2015 ausgewählt", erklärte Katharina Göbel-Groß von der Architektenkammer Niedersachsen.

260 Nachverdichtungsmöglichkeiten auf bebauten Grundstücken

"Die Stadt Lingen hat 2014 ein Konzept zur Innenstadtentwicklung vorgelegt, welches gemeinsam mit einem Arbeitskreis aus politischen Vertretern und dem Dortmunder Planungsbüro Post und Welters erarbeitet wurde", sagte Schreinemacher. Er erklärte, dass das Konzept eine Analyse aller Baublöcke im Lingener Stadtgebiet beinhalte und aufzeige, welche unterschiedlichen Innenentwicklungspotenziale sich in der Stadt ergeben würden. Im gesamten Stadtgebiet gebe es 43 Baublöcke, davon 22 in den Ortsteilen, mit einem gesamtheitlichen sehr großen Entwicklungspotenzial. "In der Stadt gibt es 576 Baulücken und 260 Nachverdichtungsmöglichkeiten auf bebauten Grundstücken", fasste Schreinemacher zusammen. Für ihn sei der Emsauenpark ein gelungenes Beispiel für Innenstadtentwicklung. Auf dem ehemaligen Kasernengelände ist ein stadtnahes Wohngebiet mit 14 Hektar Stadtparkfläche und 110 Grundstücken entstanden.

2018 erste Maßnahmen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums

Der Stadtbaurat kündigte an, dass die vom Rat beschlossene Wohnungsbaugenossenschaft derzeit gegründet werde und erste Maßnahmen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums Anfang 2018 zu erwarten seien. Bei der Erstellung der Genossenschaftssatzung unterstütze die Volksbank, erklärte der Stadtbaurat. Die Bank biete, so Vorstandsmitglied Jürgen Hölscher, derzeit in Kooperation mit der Architektenkammer Niedersachsen eine Seminarreihe für private Bauherren an.

Seminarreihe "Traum vom Haus"

20. Februar: Energieoptimiertes Bauen

22. Februar: Anbauen, Umbauen, Sanieren

2. März: Barrierefrei (Um)Bauen

6. März: Gartenplanung

Die Veranstaltungen finden jeweils von 18 bis 20 Uhr in der Hauptstelle der Lingener Volksbank, Lookenstraße 18-20, 49808 Lingen statt. Die Teilnahmegebühr inkl. Schulungsordner beträgt 5 Euro pro Person und Abend. Eine verbindliche Anmeldung unter Tel. 0591/9135-106 oder per E-Mail an birgit.hoelscher@volksbank-lingen.de ist erforderlich.