
Ich bin dann mal weg – für immer!
Diplomat ist mehr als ein Beruf
Diplomat müsste man sein! Die schönsten Länder der Welt bereisen und ansonsten auf Stehempfängen einen guten Eindruck machen. Dass die Wirklichkeit anders aussieht, wird jedem klar, der am Auswahl-Verfahren des Auswärtigen Amts teilnimmt.
Ist es das Richtige?
"Es geht nicht darum, ob Sie zum Auswärtigen Dienst passen, sondern ob der Auswärtige Dienst das Richtige für Sie ist", steht über dem Fragebogen zur Selbsteinschätzung, der sich an Bewerber richtet. Wer Aussagen bejaht wie "Ich könnte mit Situationen umgehen, in denen physische oder gesundheitliche Gefahren drohen", oder "Ich kann mir vorstellen, dass meine Kinder alle drei Jahre die Schule wechseln", für den könnte ein Leben als Diplomat wirklich das Richtige sein.Arbeitsplatz: die ganze Welt
Bevor es nach New York, Rio oder Togo geht, gilt es, sich in einem mehrstufigen Auswahl-Verfahren um einen von maximal 45 Plätzen an der Akademie Auswärtiger Dienst in Berlin zu bewerben. Jedes Jahr gehen über das Internet rund 2.000 Bewerbungen ein. Zugelassen sind nur Bewerber, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, bereits einen Hochschulabschluss haben, Englisch beherrschen sowie Kenntnisse in einer weiteren Amtssprache der Vereinten Nationen haben (Arabisch, Chinesisch, Französisch, Russisch, Spanisch).Lebenslanges Lernen garantiert
Jetzt gilt es, im schriftlichen und mündlichen Test zu überzeugen. Hier werden Generalisten gesucht. Denn von Diplomaten wird nicht nur erwartet, dass sie alle drei Jahre das Land wechseln, sondern sich auch immer wieder in neue Themen einarbeiten können. Wer alle Runden erfolgreich überstanden hat, dem steht ein vierzehnmonatiges Intensivtraining bevor, unter anderem in den Fächern Geschichte, Politik und Völkerrecht.Foto: Fotolia


